Nachhaltigkeit: Energie und Emissionen

Technik und Systeme

Seit drei Jahren werden sämtliche klimarelevanten Emissionen, die im Rahmen der betrieblichen Tätigkeiten entstehen, erhoben. Dazu zählen insbesondere der Energieeinsatz für die Beheizung der Gebäude (Heizöl, Erdgas), der Verbrauch von Treibstoffen für Fahrzeuge und Maschinen (Diesel, Benzin), der Einsatz von Flüssiggas auf Baustellen sowie der Stromverbrauch in allen Unternehmensbereichen.

Der grösste Anteil der Emissionen entfällt auf den Treibstoffverbrauch (rund 62%) sowie den Flüssiggasverbrauch auf den Baustellen (rund 29%).

Reduktion des Verbrauchs von Flüssiggas

Der Anteil an Flüssiggas konnte im laufenden Jahr um 15% – von 983 auf 836 Tonnen CO₂-Äquivalent – reduziert werden. Flüssiggas wird vor allem für die Applikation von Bitumen­dichtungsbahnen eingesetzt. Die Reduktion ist auf die konsequente Umsetzung der festgelegten Strategie zurückzuführen.

Einen wesentlichen Beitrag leisten dabei die vermehrten Ausführungen von Flachdächern mit Kunststoff­dichtungsbahnen. Dank der flammfreien Verschweissung ist kein Flüssiggas nötig. Zudem zeichnen sich Kunststoffdichtungsbahnen durch ihren einlagigen Aufbau (geringen Materialeinsatz) und ihre Recyclebarkeit aus. Damit bieten die Kunststoffdichtungsbahnen über den gesamten Lebenszyklus ökologische Vorteile. Zusätzlich trägt der verstärkte Einsatz maschineller Verfahren, wie beispielsweise des Bitumaten, zur Emissionsreduktion bei. Mit diesem Gerät können die Nähte von Bitumenbahnen mittels Heissluft und ohne offene Flamme verschweisst werden. Auch lose verlegte oder verklebte Dampfbremsen sowie die erste Lage der Bitumenabdichtung lassen sich maschinell verarbeiten. Neben der deutlichen Verringerung der Brandgefahr wird dadurch der Flüssiggasverbrauch reduziert und gleichzeitig die Effizienz bei gleichbleibend hoher Schweissqualität erhöht.

Fokus E-Mobilität
Vor drei Jahren hat TECTON einen wichtigen strategischen Entscheid gefällt: Das Unternehmen setzt auf den Ausbau der Elektromobilität. Damit soll der CO₂-Fussabdruck des Fahrzeugparks langfristig deutlich reduziert werden. An allen unseren Standorten wurde dafür in die Elektroinfrastruktur investiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um künftig einen grösseren Anteil der Firmenfahrzeuge elektrisch betreiben zu können. Die ersten Elektroautos  wurden im Jahr 2023 beschafft. Für alle  Neuanschaffungen im Personenwagenbereich gilt künftig: Es wird auf Elektroantrieb gesetzt. Im Bereich der Busse kommt die Elektromobilität derzeit vor allem in stadtnahen Betrieben zum Einsatz. Sobald die  Reichweiten und die technischen Voraussetzungen weiter fortgeschritten sind, sollen auch an anderen Standorten elektrische Betriebsfahrzeuge eingeführt werden. Diese Strategie bedeutet, dass wir jährlich ca. 10% unseres Fuhrparkes elektrifizieren werden.

Unsere Geschäftsführer gehen mit gutem Beispiel voran: Bereits 30% fahren elektrisch
Kreislauf Ein wesentlicher Treiber im Bausektor sind die Emissionen aus vor- und nachgelagerten Prozess­ketten, insbesondere aus der Herstellung von Baustoffen und deren Entsorgung am Ende des Lebenszyklus. Rund 20% der in der Schweiz anfallenden Abfälle – rund 17,5 Millionen Tonnen jährlich – sind Rückbaumaterialien aus der Bau­wirtschaft. Dazu zählen auch die anstehenden Sanie­rungen der rund 12 Mio. m² Schweizer Dachflächen mit Umbaupotenzial (Perspektive Gebäude­hülle Schweiz, 2023). Das Dach ist letztlich ein Rohstofflager, das effizient genutzt werden muss. Materialien aus Sanierungen sollen möglichst wieder­verwendet (ReUse) oder recycelt werden. TECTON arbeitet aktiv mit Lieferanten zusammen, um recycelte Dachmaterialien wieder in neue Produkte einzubringen und so den Rohstoffkreislauf zu schliessen.
Stans, Coop Jumbo: Rückbau und Recycling der alten Kunststoffdichtungsbahn / Neuaufbau des energetisch sanierten Daches

Für den Beitrag

Rahel Nägeli Ganz, Leiterin Technik TECTON-Gruppe

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