Wir stellen vor: Wetter AG, Teil 1

Interview

Von Patron zu Patron – Interview mit Hans Peter Wetter, Chef der Wetter AG in Stetten

Seit vielen Jahren pflegen die Wetter-Gruppe und die TECTON-Gruppe gute Geschäftskontakte. Jüngst durften wir das Dach der neuen betriebseigenen Produktionshalle „Urban“ sowie des Neubaus der Lagerhalle Ost der Feldschlösschen Rheinfelden abdichten. Diese Gelegenheit wollen wir für ein Gespräch mit dem Firmenchef Hans Peter Wetter nützen.

Die Erstellung der Halle „Urban“ bedeutet ein beträchtliches Risiko im rezessiven Bauumfeld. Was sind Ihre Motive für diese Gross-lnvestition?
In unserem Geschäft überleben nur die Besten. Die neue Produktionshalle erlaubt uns einen kontinuierlichen Produktionsablauf ohne Unterbrüche. Wir gelangen heute ohne Menschenhand vom CAD-Planungsprozess direkt auf unsere Fertigungsmaschinen. Wir reduzieren Handling-Verluste auf ein Minimum. Die neuen Produktionsanlagen erlauben uns die Verarbeitung von bis zu 30 Tonnen Stahl pro Tag. Damit gelangen wir in die Gruppe der Kostenführer und können erfolgreich in unserem Business tätig sein.

Können Sie uns etwas zur Geschichte der Firma Wetter erzählen?
Die Bauschlosserei Wetter wurde durch unseren Vater Hans 1946 in Baden gegründet. Durch den frühen Tod unseres Vaters mussten mein Bruder Heinz und ich bereits 1968 in die Unternehmerfunktion treten. Die Firma beschäftigte damals 12 Mitarbeiter. Seit diesem Zeitpunkt haben wir unsere Aktivitäten kontinuierlich ausgeweitet, sind in der ganzen Schweiz tätig und beschäftigen im Stahl-, Metall-und Hallenbau total 170 Mitarbeitenden.

Was bedeuten die steigenden Stahlpreise für Ihr Unternehmen?
Wir erleben etwas nie Dagewesenes: einen Preisanstieg von +20% innert 5 Monaten! Der Boom in China hat zu einer Verknappung von Erz, Koks und Schrott auf dem Weltmarkt geführt, Ein Ende ist im Moment nicht abzusehen. Da in Europa alle Stahl verarbeitenden Betriebe gleichermassen betroffen sind, ergibt sich im Markt keine Wettbewerbsverzerrung. Sollte sich jedoch dieser Trend nicht wieder wenden, so entsteht ein Wettbewerbsnachteil gegenüber der Holzindustrie. Die Holzwirtschaft profitiert nämlich von riesigen Staatssubventionen.

Wir danken ihnen für dieses Gespräch und wünschen ihnen und Ihrer Firma viel Glück.

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Gelände mit der neuen Halle "Urban"

Für den Beitrag

Gabriel Tschümperlin
Gabriel Tschümperlin, geschäftsführender Inhaber

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