Vom TECTON®-Dach zum Schlagzeug

Interview

Marcel Kopp. Schlagzeuger von Krokus im Gespräch. Marcel Kopp war während der Jahre 1993 – 2001 in verschiedenen Funktionen in unserer Floratec®-Begrünungs­abteilung tätig. Seit seinem Austritt ist er Berufsschlagzeuger bei Krokus.

TECTONEWS bekam die Gelegenheit, den 30-jährigen Jungstar zu befragen.

Wie kamen Sie eigentlich zum Schlagzeug?

Ich wollte schon in der Schule immer spielen. Als es in der 6. Klasse endlich soweit war, flog ich nach 3 Proben prompt auch schon wieder aus der Schülerband. Das gab mir den eigentlichen Kick zu beweisen, dass ich dies kann. In der neunten Klasse kaufte ich mir mein erstes Schlagzeug, nahm zwei Jahre Unterricht und brachte mir einiges im Selbstunterricht bei. Den Rock’n’Roll doch habe ich auf der Strasse gelernt. Ich spielte bei lokalen Bands (‚Crashin‘, der singende Busch) und kam immer mehr in die Szene rein.

Welchen bürgerlichen Beruf haben Sie erlernt?

1987 begann ich die Garten­bauer­lehre, kam 1993 als Dachbegrüner zu TECTON, wurde 1995 zum Vorarbeiter und schliesslich 1999 zum Bauführer befördert.

Wie kamen Sie zu Krokus?

Krokus ist eine Solothurner Band. Man kannte sich in der Szene. Anfangs 2000 wurde ich das erste Mal an­ge­fragt. Ich sagte nein aus beruflichen Gründen. Doch irgendwie war ich trotzdem fasziniert, ging an mehrere Krokus-Konzerte und stellte mir vor, dass auch ich dort vorn auf der Bühne stehen könnte. Als ich dann im Oktober ein zweites Mal angefragt wurde, habe ich zu einem berufs­beglei­tenden Engagement in der Band ja gesagt. Es hat sich jedoch schon nach kurzer Zeit gezeigt, dass die Doppelbelastung zu gross war, sodass ich seit November des letzten Jahres Berufsmusiker bin.

Welche sind die schönsten Erinnerungen an TECTON?

Kollegialität, Herumkommen in der Schweiz, TECTON-Reise.

Welches sind die Schlechtesten?

Stress auf der Baustelle und lange Arbeitszeiten. Später als Bauführer der Preiskampf.

Wer ist Krokus?

Die erfolgreichste Schweizer Rockband aller Zeiten. Über 10 Mio verkaufte Platten, mehrfache Platin- und Gold-Auszeichnungen. Dıe erste CH-Band, die das Hallenstadion gefüllt und im Joggeli (übrigens mit einer TECTON-Abdichtung) vor 25’000 Zuschauern gespielt hat. Sie entstand 1976 aus der Zusammenführung von zwei Solo­thur­ner Bands. Nach grossen Erfolgen in den USA in der ersten Hälfte der 80iger wurde es dann etwas ruhiger. Seit 1999 geht es wieder steil bergauf. Nun kommt dieses Jahr der Originalsänger Marc Storace wieder zurück. Jetzt geht die Post voll ab.

Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie bei Krokus sind?

Es hat grosse Veränderungen gegeben. Plötzlich steht man im Rampenlicht. Man hat viel mehr Kollegen und Möchtegern-Freunde. Es ist ein hartes Business, der (Konkurrenz)-Druck ist hoch und permanent. Jeden Tag üben, immer Termine und Konzerte; eigentlich ein Zigeunerleben, immer auf Achse. Aber trotzdem: Ich bin glücklich und ausgefüllt. Ein Bubentraum ist in Erfüllung gegangen.

Was bedeutet Rock ’n ‚Roll für Sie?

Das kann man eigentlich nicht beschreiben. Vor dem Konzert könnte ich manchmal vor Angst sterben. Wenn man dann auf der Bühne steht und sieht wie das Publikum mitmacht, beginnt dieses Hochgefühl. Nach dem Konzert flippen die Leute aus, Zehntausende greifen nach dem Schlagzeugstock, wollen Autogramme. Überall im ganzen Körper Adrenalin! Rock’n’Roll: ein High-Gefühl ohne Drogen.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Meine Zukunft ist direkt mit derjenigen von Krokus verbunden. Krokus ist im Aufwind. Es ist je eine grosse Tournee in den USA und in der EU geplant. Im Spätsommer kommt die neue Platte. Mein persönliches Ziel: Mich noch mehr etablieren in der Band, jeden Moment geniessen und zusammen mit Krokus: ‚up to the top!‘.

Die ganze TECTON wünscht Ihnen für Ihren Weg viel Erfolg und alles Gute.

Krokus

Für den Beitrag

Jürg Aebersold
Jürg Aebersold

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