| Nachhaltigkeit |
TECTON nimmt die Herausforderung an. Im Jahr 2023 wurden zum zweiten Mal die CO₂-Emissionen des Un-ternehmens erfasst, die im Vergleich zum Vorjahr um über 5 % gesunken sind. Hauptverursacher der Emissionen ist nach wie vor der Einsatz von Flüssiggas und Treibstoffen. TECTON investiert kontinuierlich in Technologien wie den Bitumat und treibt die Kreislaufwirtschaft in ihrem Einflussbereich voran mit dem langfristigen Ziel, den ökologischen Fussabdruck zu minimieren und eine ressourcenschonende Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten.
Energie und Emissionen
Im Jahr 2023 wurden der Energieverbrauch und die Emissionen von TECTON zum zweiten Mal erfasst, und zwar die Emissionen, die während unserer Arbeitstätigkeit entstehen. Bei TECTON sind dies im Wesentlichen: Gebäude (Heizöl, Gas), Fuhrpark/Maschinen (Diesel, Benzin), Flüssiggasverbrauch auf den Baustellen sowie Stromverbrauch für Gebäude, Fuhrpark und Maschinen. Der gesamte CO2-Verbrauch im Jahr 2023 sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5% von 2’963 t CO2 eq. auf 2’805 t CO2 eq. Die Haupttreiber der Emissionen bleiben unverändert: ca. 35% entfallen auf Flüssiggas und ca. 56% auf den Einsatz von Treibstoffen. TECTON hat bereits im Vorjahr begonnen, die notwendigen Energie- und Emissionsdaten systematisch zu erfassen, um klare Nachhaltigkeitsziele besser formulieren und messen zu können. Dabei orientiert sich das Unternehmen an internationalen Standards wie dem Greenhouse Gas Protocol und der Global Reporting Initiative (GRI).
Projekt Bitumat – Nahtschweissung ohne Flamme
2024 investierte TECTON in acht neue Bitumate. Mit dem Bitumat können die Nähte von Bitumenbahnen maschinell mit Heissluft und ohne Flamme verschweisst werden. Lose verlegte oder verklebte Dampfbremsen sowie die erste Lage der Bitumenabdichtung können maschinell verschweisst werden. Neben der Minimierung der Brandgefahr wird auch der Flüssiggasverbrauch reduziert, gleichzeitig kann bei gleichbleibender Schweissqualität effizienter gearbeitet werden. Urs Schürch, Geschäftsführer TECTON Abdichtungen AG: «Der Bitumat B2 ist eine echte Erleichterung für unsere Mitarbeitenden.»
Abfälle und Kreislaufgedanke in der Dachsanierung und im Neubau
Ein weiterer wichtiger Treiber im Bausektor sind die Emissionen, die in den vor- und nachgelagerten Prozessketten entstehen. Insbesondere die Herstellung der Baustoffe (z.B. Abdichtungsbahnen, Dämmung, Dacheindeckung und Substrat) und die Entsorgung, bei der vor allem bei der Sanierung grosse Mengen anfallen. Hier ist der Einfluss von TECTON beschränkt und die Datenbeschaffung anspruchsvoll. Über 80% der in der Schweiz anfallenden Abfälle stammen aus der Bauwirtschaft, insgesamt rund 43 Millionen Tonnen. Ein Teil davon sind die anstehenden Sanierungen der nächsten Jahre der rund 12 Mio. m2 Schweizer Dachflächen mit Umbaupotenzial (Perspektive Gebäudehülle Schweiz, Marktstudie 2023). Ein funktionierendes Kreislaufmodell muss in vielen Bereichen erst noch entwickelt werden. Neben den technischen Lösungen für die Wiederverwendung müssen auch die Prozesse und die Rollenverteilung (neu) definiert werden. Die Baubranche muss gemeinsam das Ziel der Kreislauffähigkeit verfolgen, um die richtigen Schritte voranzutreiben. Bei mehreren Sanierungsprojekten durfte TECTON gemeinsam mit den Bauherren und Lieferanten dieses Jahr den Kreislaufgedanken umsetzen, indem Dachhaut aus TPO sowie Isolationsmaterialien wie EPS und Stein-wolle dem Recycling zugeführt wurden, anstatt sie zu verbrennen oder in die Deponie zu bringen.
TPO-Kunststoffdach als eine Antwort auf die ökologische Herausforderung
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Reduktion der Emissionen sowohl bei der direkten Verarbeitung als auch bei der Materialherstellung und Entsorgung ist der vermehrte Einsatz von TPO-Dachbahnen. Diese Dachabdichtungen, die seit über 30 Jahren im Einsatz sind, bieten durch ihren einlagigen Aufbau und das maschinelle Verschweissen ohne Flamme deutliche ökologische Vorteile. Mit einer Dicke von nur 1,8 mm tragen sie durch den geringeren Materialeinsatz zu einer besseren Ökobilanz bei. Zudem ermöglicht die lose Verlegung einen einfachen Rückbau und das Material kann am Ende des Lebenszyklus recycelt werden.
Für den Beitrag
Quelle: tectonews 2024/12
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